News · Bau
Neuigkeiten für Bau
Regeländerungen und Fristen mit Bezug zu Bau — verständlich erklärt.
31 Meldungen
Seite 1 von 2Ökodesign- und Energieverbrauchskennzeichnungs-Verordnung modernisiert
Das Bundesgesetzblatt verkündet eine Modernisierung der nationalen Umsetzung europäischer Regelungen zu Ökodesign und Energieverbrauchskennzeichnung. Die Verordnung regelt u.a., welche in das Handwerksregister eingetragenen Betriebe als "fachlich kompetente Reparateure" für energieverbrauchsrelevante Produkte anerkannt sind, sowie Anforderungen an Hersteller und Einführer von Pumpen, Ventilatoren, Klimageräten und Computern.
Energiesteuer auf Kraftstoffe befristet gesenkt
Die Energiesteuer auf Diesel und Benzin wird für drei Monate befristet gesenkt, um Betriebe und Verbraucher bei hohen Kraftstoffkosten zu entlasten. Betriebe mit Fuhrpark oder regelmäßiger Tankstelle profitieren von niedrigeren Treibstoffkosten.
TRGS 410: Expositionsverzeichnis für krebserzeugende Stoffe
Die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 410 wurde neu gefasst. Sie regelt die Führung eines Expositionsverzeichnisses für Arbeitsplätze, an denen Beschäftigte gegenüber krebserzeugenden, keimzellmutagenen oder reproduktionstoxischen Stoffen (Kat. 1A/1B) tätig sind.
Winterbeschäftigungsumlage im Bau: Satz sinkt bis 2027
Die Umlagesätze der Winterbeschäftigungsversicherung im Baugewerbe werden befristet bis 31. Dezember 2027 abgesenkt: der Arbeitgebersatz von 2 auf 1 Prozent, der Arbeitnehmersatz auf 0,4 Prozent. Ab 2028 gelten die ursprünglichen Sätze wieder.
Neufassung Gefahrgutverordnung GGVSEB veröffentlicht
Das Bundesgesetzblatt veröffentlicht die Neufassung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt (GGVSEB). Die Verordnung regelt die Beförderung gefährlicher Güter und berücksichtigt Änderungen ab Juni 2025 und Januar 2026. Betriebe, die Gefahrstoffe transportieren oder lagern, müssen ihre Prozesse ggf. anpassen.
Hitzebelastung am Arbeitsplatz – Schutzpflichten im Sommer
Das BMAS weist auf zunehmende Hitzebelastung bei der Arbeit hin und erinnert an die Schutzpflichten des Arbeitgebers. Betriebe müssen Maßnahmen zur Hitzeprophylaxe (Pausen, Flüssigkeitszufuhr, Pausenplätze, ggf. Arbeitszeitenanpassung) ergreifen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Dies ist eine Konkretisierung der ArbSchG-Anforderungen zur Gefährdungsbeurteilung.
Gebäudemodernisierungsgesetz: Neue Anforderungen an Heizung und Energieeffizienz
Das Gebäudeenergiegesetz wurde grundlegend überarbeitet und in Gebäudemodernisierungsgesetz umbenannt. Handwerksbetriebe im Heizungs-, Lüftungs- und Energiebereich müssen sich auf neue technische Standards bei Heizungsanlagen, Wärmepumpen, solarthermischen Anlagen und der Gebäudeautomation einstellen. Wichtig: Neue Prüf- und Optimierungspflichten für Wärmepumpen und ältere Heizungsanlagen sowie hydraulischer Abgleich werden verpflichtend.
TRGS 524: Schutzmaßnahmen in kontaminierten Bereichen
Die aktualisierte Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 524) regelt Schutzmaßnahmen für Arbeiten in kontaminierten Bereichen (z.B. Altlasten, Bodenaushub, Sanierungsstellen). Betriebe müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen und angemessene persönliche Schutzausrüstung sowie Hygienemaßnahmen implementieren.
TRGS 619: Substitutionspflicht für Aluminiumsilikatwolle-Produkte
Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 619) regelt die Substitution von Produkten aus Aluminiumsilikatwolle, die als krebserregend eingestuft sind. Betriebe, die mit diesen Materialien arbeiten (insbesondere im Hochtemperatur- und Dämmbau), müssen auf sichere Alternativen ausweichen. Dies betrifft Beschaffung, Lagerbestandsverwaltung und Arbeitsschutz.
Ökodesign- und Energieverbrauchskennzeichnung: Neue Anforderungen für Hersteller
Das neue Ökodesign-Gesetz (ÖkodesignG) modernisiert die Anforderungen an umweltgerechte Produktgestaltung und Energieverbrauchskennzeichnung. Handwerksbetriebe und Gewerbebetriebe, die energieverbrauchsrelevante Produkte herstellen, verkaufen oder installieren, müssen sich mit neuen Konformitätsanforderungen, CE-Kennzeichnungspflichten und Ressourceneffizienz-Standards vertraut machen. Das Gesetz sieht auch Bußgelder für Nicht-Einhaltung vor.
UV-Strahlung am Arbeitsplatz – Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen
Die ASR A5.1 regelt die Beurteilung von Gefährdungen durch natürliche UV-Strahlung bei Außenarbeiten. Arbeitgeber müssen Gefährdungen bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. PSA, Arbeitsplanung) implementieren, um Hautkrebs und Augenschäden zu vermeiden.
Notfallverfahren für Gasgeräte und PSA – neue Kennzeichnungspflichten
Das Gesetz setzt eine EU-Verordnung um und regelt Notfallverfahren beim Inverkehrbringen von Gasgeräten und Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Hersteller und Händler müssen künftig vorgeschriebene Hinweise in deutscher Sprache auf Geräten anbringen, bevor diese in den Markt gehen. Betriebe, die mit solchen Geräten oder PSA arbeiten oder diese vertreiben, sollten die neuen Kennzeichnungsanforderungen beachten.
Losgrundsatz bei öffentlichen Aufträgen – kleinere Lose für KMU
Öffentliche Aufträge müssen künftig stärker in kleinere Lose aufgeteilt werden (Losgrundsatz). Ziel ist, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bessere Chancen bei der Auftragsvergabe zu geben. Betriebe im Bau- und Handwerk können damit leichter öffentliche Aufträge akquirieren, müssen aber mit strengeren Teillosanforderungen bei der eigenen Unterauftragsvergabe rechnen.
Notfallverfahren für Lärm-Konformitätsbewertung von Maschinen
Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung wird um Notfallverfahren erweitert, die bei Binnenmarkt-Krisen gelten. Hersteller und Anbieter von Maschinen können unter bestimmten Bedingungen beschleunigte oder vereinfachte Konformitätsbewertungsverfahren nutzen. Dies betrifft vor allem Betriebe, die Maschinen und Geräte herstellen oder in den Markt bringen.
TRGS 521: Neue Anforderungen für Arbeiten mit alter Mineralwolle
Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 521) wurde neu gefasst und regelt Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit alter Mineralwolle – etwa bei Sanierungen oder Abbrucharbeiten. Betriebe im Bauwesen müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen und Schutzmaßnahmen überprüfen und anpassen.
TRGS 561: Neue Regel für Arbeiten mit krebserzeugenden Metallen
Die Technische Regel für Gefahrstoffe (TRGS 561) wurde neu gefasst und regelt den Umgang mit krebserzeugenden Metallen und ihren Verbindungen. Betriebe, die mit Metallen wie Chrom(VI), Cadmium oder Nickel arbeiten, müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen, Schutzmaßnahmen und Unterweisungen an die aktualisierten Anforderungen anpassen.
Tariftreuegesetz: Tarifbindung bei Bundesaufträgen ab 50.000 Euro
Ab sofort müssen Betriebe, die Bau- und Dienstleistungsaufträge des Bundes (ab 50.000 Euro netto) erhalten, tarifgebundene Arbeitsbedingungen einhalten und dies nachweisen. Das Gesetz regelt Kontrollen, Zertifizierung und Sanktionen bei Verstößen sowie Nachunternehmerhaftung.
Hitze- und UV-Schutz für Außenbeschäftigte in ASR A5.1
Die aktualisierte Arbeitsstättenregel ASR A5.1 regelt den Schutz von Arbeitnehmern bei Außenbeschäftigung vor Hitzebelastung und UV-Strahlung. Arbeitgeber müssen Gefährdungsbeurteilungen durchführen und Schutzmaßnahmen (Pausen, Trinken, Sonnenschutz, Kleidung) implementieren.
Neue Meldepflichten für Halone und ozonabbauende Stoffe
Die Chemikalien-Ozonschichtverordnung wird an EU-Recht angepasst. Betriebe, die Halone verwenden (z.B. in Löschanlagen), müssen ab sofort jährlich bis 31. März eine detaillierte Anzeige einreichen. Zusätzlich gelten verschärfte Anforderungen bei Wartung, Reparatur und Entsorgung ozonabbauender Stoffe (z.B. alte Kältemittel in Klimaanlagen, Kühlgeräten).
TRGS 505 Blei – aktualisierte Technische Regel für Gefahrstoffe
Die TRGS 505 (Technische Regel für Gefahrstoffe zu Blei) wurde neu gefasst und regelt Schutzmaßnahmen, Grenzwerte und Überwachungsanforderungen beim Umgang mit bleihaltigen Stoffen und Zubereitungen. Betriebe, die Blei verarbeiten oder mit bleihaltige Materialien arbeiten (z.B. Dachdeckung, Bleigießerei, Sanierung), müssen ihre Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen anpassen.