Ausbildungs-Ratgeber

Wie läuft eine Ausbildung ab?

Duale Ausbildung erklärt — von der Probezeit bis zur Abschlussprüfung

Stand 2026

Die meisten Ausbildungen im Handwerk und Gewerbe sind duale Ausbildungen: Du lernst gleichzeitig im Betrieb und in der Berufsschule. Hier erfährst du, wie so eine Ausbildung aufgebaut ist — vom ersten Tag bis zum Gesellen- oder Facharbeiterbrief.

Dual: Betrieb + Berufsschule

In der dualen Ausbildung arbeitest du an den meisten Tagen im Betrieb und besuchst an ein bis zwei Tagen pro Woche — oder im Block — die Berufsschule. Im Betrieb lernst du die Praxis, in der Schule die Theorie und allgemeinbildende Fächer. Zusammen dauert das je nach Beruf zwei bis dreieinhalb Jahre.

Probezeit am Anfang

Jede Ausbildung beginnt mit einer Probezeit von einem bis vier Monaten. In dieser Zeit könnt ihr — du und der Betrieb — jederzeit ohne Frist kündigen, falls es nicht passt. Danach ist das Ausbildungsverhältnis besonders geschützt, und der Betrieb kann nur noch aus wichtigem Grund kündigen.

Zwischen- und Abschlussprüfung

Etwa zur Hälfte der Ausbildung steht eine Zwischenprüfung an (oder Teil 1 der gestreckten Abschlussprüfung), am Ende die Abschluss- bzw. Gesellenprüfung vor der Kammer (IHK oder Handwerkskammer). Bestehst du, hast du einen bundesweit und meist EU-weit anerkannten Abschluss als Facharbeiter, Geselle oder Fachkraft.

Berichtsheft, Urlaub & Vergütung

Du führst ein Berichtsheft (Ausbildungsnachweis), bekommst vom ersten Tag an eine Ausbildungsvergütung und hast Anspruch auf Urlaub. Bist du noch keine 18, gelten zusätzlich die Schutzregeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Häufige Fragen

Wie lange dauert eine Ausbildung?

Je nach Beruf zwischen zwei und dreieinhalb Jahren. Bei guten Leistungen kannst du sie verkürzen.

Kann ich die Ausbildung verkürzen?

Ja. Mit gutem Schulabschluss oder guten Leistungen ist eine Verkürzung möglich; du beantragst sie gemeinsam mit dem Betrieb bei der zuständigen Kammer.